Wir haben euch gestern 10 Tipps für das perfekte Profilbild vorgestellt und wollten euch noch ein paar Beispiele von Unternehmen aufzeigen die unserer Einschätzungen nach gelungene Profilbilder besitzen. In der Gallerie ist alles vertreten von sehr minimalistischen Bildern wie bei MTV oder Starbucks bis hin zu großen und aufwendig gestalteten Bildern bei Puma oder Threadless.
Habt ihr denn weitere Vorschläge für diese Gallerie? Am liebsten ist uns, wenn ihr nicht nur die eigenen Profilbilder “nominiert”, ihr könnt hier aber auch gern euer Profilbild zur Diskussion stellen.
Wie eine deutsche Webseite mit einer fast perfekten OpenGraph Integration Erfolg haben kann, zeigt das Badeseenportal seen.de. 1900 Seen sind auf dieser Webseite mit Kurzbeschreibungen, Fotos und Eigenschaften erfasst und kategorisiert – und jeder dieser Seen hat einen eigenen Like-Button und ein fast komplett ausgefülltes OpenGraph Profil. So werden für jeden See der Name, URL, Websitename und das Logo des Portals hinterlegt um auf Facebook eine optimale Präsentation des Contents in Form einer Hovercard zu erreichen.
Mit dieser Integration haben nach Aussagen des Betreibers über 2500 Besucher in den letzten 30 Tagen ihren Weg von Facebook zum Portal selbst gefunden.
Hovercard im Newsstream
Ein Verbesserungsvorschlag wäre hier noch, statt dem Portallogos ein Bild des entsprechenden Sees mit einem kleinen Logo einzublenden und soweit möglich die Geolocation des entsprechenden Sees anzugeben. Auch wenn Facebook im Moment diese Information noch nicht entsprechend verarbeitet, wird sich das mit der Einführung von “Facebook Places” sicher auszahlen.
Neben den Like Buttons für jeden See, gibt es zudem auch für jede Kategorie auf der Webseite einen Button. So ist es möglich “Seen in Deutschland” oder “Tauchseen” etc. mit einem “Gefällt mit” zu honorieren. Für den Portal-Betreiber ergibt sich dadurch sie Möglichkeit, dass er über den OpenGraph ganz gezielt die einzelnen See-Zielgruppen informieren kann. Fans von “Tauchseen” können so mit Informationen zu dieser Kategorie oder aber auch mit Werbung für Tauchprodukte angesprochen werden.
Auch für die Betreiber von Strandbädern etc. dürfte dieses Portal in Zukunft interessant sein, da über das angesprochene OpenGraph Targeting auch jetzt schon die Fans eines Badesees bewerben lassen. Hier nimmt das Badeseenportal den Strandbadbetreibern quasi die Pflegearbeit für eine eigene Fanpage ab.
Etwas stiefmütterlich wird im Moment noch die eigene Fanpage behandelt. Zwar wird diese auf dem Portal gut sichtbar beworben, allerdings findet hier noch kaum eine Interaktion mit den Fans statt. Hier ergeben sich noch viel Möglichkeiten für die Zukunft.
Werbeplanung Summit 2010 (All rights reserved by Werbeplanung.at Summit)
Ich war gestern auf dem Werbeplanung.At Summit 2010 im Social Media Panel und habe dort eine kurze Keynote gehalten, deren Inhalt ich euch nicht vorenthalten möchte.
Wir sind nun schon über ein Jahr alt und beschäftigen und extrem intensiv mit dem Thema Facebook Marketing, dabei fallen immer wieder gleichen Probleme und Fehler auf. Man bemerkt wie schwer sich Unternehmen mit Facebook tun, das gute Konzepte fehlen oder auch der Mut wirklich nachhaltiges Marketing auf Facebook zu betreiben. In diesem Zusammenhang hab ich 5 Thesen zusammengestellt über die wir diskutieren möchten:
These 1: Es gibt nicht DIE Facebook Erfolgsstrategie. Wie auch in anderen Bereichen des Social Webs gibt es auch bei Facebook nicht die eine Erfolgsstrategie. Strategien die für ein Unternehmen gelten lassen sich nicht beliebig reproduzieren, die Imitationen sind meist wenig erfolgreich und helfen der Marke kaum. Vielmehr ist es wichtig einen auf das eigene Unternehmen abgestimmten Plan zu entwickeln.
These 2: Relevanz als Erfolgsfaktor. Jedes auf Facebook aktive Unternehmen kämpft um langfristige Aufmerksamkeit. Dabei kämpfen sie gegen keine einfachen “Gegner”, denn im Schnitt hat jeder Facebook Nutzer 130 Freunde, die ebenfalls um seine Aufmerksamkeit buhlen. Um im Ernstfall im Blickfeld des Nutzers bestehen zu können, muss ein Unternehmen interessanter sein als die besten Freunde und Bekannten eines Nutzer. Möglich ist dies nur durch ein höchstes Maß an Relevanz. Diese Relevanz wird nur selten durch starre Redaktionspläne und genau getaktete Statusupdates erreicht. Unternehmen die sich unter den Zwang stellen “Jeden Tag ein Post” oder “Jede Woche 2-3 Post” sollten diese Taktik genau überdenken. Fühlt sich der Nutzer durch unrelevante Updates gestört und verbirgt die Inhalte schafft es ein Unternehmen es so gut wie nie wieder zurück in den Feed.
These 3: Qualität vs. Quantität Ein der zentralen Fragen die wir zur Diskussion stellen ist meist die Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Nutzern. Wir persönlich sind eher der Ansicht, dass es besser ist die 1.000 richtigen Nutzer zu erreichen als eine große Masse an Nutzern, die sich im Ernstfall nicht für das Produkt interessieren. Viel zu viele Unternehmen haben leider immer noch das Ziel möglichst viele Fans/Nutzer zu erreichen. Eine große Menge an unrelevanten Nutzern hat allerdings den Nachteil, das diese kaum Interaktion, Viralität und Relevanz erzeugen. Sie sind im schlimmsten Fall sogar sehr kontraproduktiv.
These 4: Wer langfristig Erfolg haben will muss mehr als Entertainment bieten. Facebook als privates Netzwerk legt Nahe, dass grundsätzlich Inhalte aus dem privaten Umfeld am beliebtesten sind. In Teilen stimmt dies natürlich, trotz allem funktioniert der Entertainment-Faktor aber meist nur bei Unternehmen die auch aus der entsprechende Branche kommen. Unternehmen aus anderen Branchen müssen mehr bieten um erfolgreich zu sein. Mitbestimmung und Interaktion sind hier einige der vielen Stichworte. Spitz formuliert macht ein reines Entertainment Programm das Unternehmen hinter der Aktion austauschbar. Durchgeführte Aktionen sind meist weit entfernt vom Kerngeschäft und tragen auch nur wenig zum Erfolg bei.
These 5: - Die positive Nachricht – Gute Produkte und Marken haben es leichter. “Likes” sind das zentrale Element von vielen Facebook Aktion, nur wer von den Nutzern “geliebt” wird hat Erfolg. Dies lässt sich in großen Teilen auch auf die realen Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen übertragen. Gefällt den Kunden ein Produkt dort, ist es leichtes sie auch für die Aktionen innerhalb des Social Networks zu gewinnen. Für Produkte die schon in der Realität nicht funktionieren ist Facebook leider auch kein wundersames Heilmittel welches die Verkaufszahlen ankurbelt.
Generell sollten Unternehmen Facebook deshalb nicht überbewerten, wenngleich Facebook als einen integralen Bestandteil des Social Media Mixes betrachtet werden muss. Diese Einstellung dürfte Aktionen in Facebook zielgerichteter und relevanter werden lassen.
Wir würden gerne mit euch über diese Thesen diskutieren auch im Wissen, dass diese Verallgemeinerungen natürlich nicht auf alles Cases zutreffen können. Dennoch sind sie ein Ausschnitt aus Fragestellungen mit denen wir uns immer wieder konfrontiert sehen.
Über Brainwash sind wir auf diese Aktion von Diesel aufmerksam geworden. Die Kampagne verknüpft die Facebook Aktivitäten des Modelabels mit einem eigenen Store. Dazu ermöglich es Diesel über einen eigenes für die Aktion gebauten Panel Bilder direkt aus dem Umkleidebereich des Shops auf Facebook zu sharen. Über das Terminal mit eingebauter Webcam und Touchscreen können sich Kunden mit ihrem Outfit fotografieren lassen und dies direkt auf Facebook posten. Es erlaubt den Kunden so auf einfache und schnelle Weise Feedback im Freundeskreis einzuholen oder auch nur das neu gekaufte Outfit zu präsentieren.
Der Terminal verfügt über eine eigens entwickelte Anbindung an Facebook die sich über den Open Graph bei Facebook authentifiziert und so Zugriff auf die Daten erlaubt. Alle Bilder die in Facebook gepostet werden sind entsprechend von Diesel gebrandet.
Das Potential solcher Terminals dürfte bei weiter Verbreitung sehr groß sein, da sich Bilder sehr viral innerhalb von Facebook verbreiten und sie eine große Aufmerksamkeit erzeugen. Wird ein solches Terminal mit der eigenen Facebook Page verbunden dürfte auch diese von der neuen Reichweite profitieren.
Diesel hat zur Zeit 440.000 Fans auf Facebook und setzt dabei auf unterschiedliche Custom Tabs sowie auf Multimediainhalte. Die Tabs werden nicht nur innerhalb von Facebook genutzt sondern auch auf dem Webauftritt von Diesel beworben. Wir haben einige Screenshots zusammengestellt: [More]
Es geschieht nicht häufig und gehört sicherlich auch nicht zum Tagesgeschäft, aber manchmal ist es einfach nötig Fans von einer Fanpage auf eine andere umzuziehen beziehungsweise sie darum zu bitten ab sofort eine anderen Fanpage zu mögen. Während große Unternehmen die bereits entsprechende Werbebudgets bei Facebook ausgegeben haben, hier am Besten ihren Sales Mitarbeiter anrufen der einen Umzug der Fans durch die Facebook Administratoren veranlassen kann, haben kleine Unternehmen und Seiten es hier schwieriger. Sie sind auf den Wechselwillen der Fans angewiesen.
Die folgenden Punkte sollen Wege zeigen, den Wechselwillen zu unterstützen:
Landing Tab einrichten: Interessenten an der Fanpage, die über die Suche auf die alte Seite stoßen sollen nicht mehr Fan dieser Seite werden. Statt dessen sollen Sie zur neuen Fanpage umgeleitet werden. Hierzu ist es sinnvoll einen Landing Tab einzurichten. Auch die neue Fanpage sollte mit einem Landing Tab die alten und neuen Nutzer begrüßen und ihnen den Mehrwert des Umzugs erklären.