Das Geschäftsprinzip von Facebook ist groß angelegt. Sehr groß sogar. Möglicherweise wollten Marc Zuckerberg und CO nicht von Anfang an alle Menschen mit Internetzugang in ihr Social Network bekommen, denn ursprünglich war Facebook ein Studentennetzwerk, doch mit dem raschen Wachstum des Konzernriesen ist Facebook zu einem Sozialen Netzwerk geworden, dass fast jegliche Bedürfnisse abgedeckt und stark zukunftsorientiert denkt.
Doch auch schon bei der Namensgebung, ehemals The Facebook, gelang den Gründern eine allgemeingültige Marke zu kreieren, denn anders als bei StudiVZ oder SchülerVZ impliziert der Name der Marke schon die Zielgruppe. Die VZ-Gründer probierten zwar mit MeinVZ ein allgemeines Netzwerks für Jedermann zu schaffen, doch seit dem Fußfassen von Facebook in Deutschland ist der Traffic der VZ-Netzwerke rückläufig. Ich vermute auch die Anzahl der Neuanmeldungen sinkt, da sich die User mehr auf den Konkurrenten Facebook fokusieren.
Ausschnitt: Position 1 - 5 aus den IVW Online Top 20 Angeboten nach Visits im Juli
Zudem ist Facebook ein Unternehmen, das keine schnellen Profite wollte und auf Werbung für lange Zeit verzichtet hat. Durch die Finanzierungsrunden, bei denen Facebook Anteile an Investoren verkauft habt, konnte man sich weiterhin auf die Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit und dem Wachstums des Netzwerkes konzentrieren.
Dadurch entstand ein Social Network, welches für den User so komfortabel ist, dass es alle anderen Social Networks abgelöst hat und in der westlichen Weltalleine an der Spitze reitet.
Jeden Monat beschäftigen wir uns hier auf dem Blog mit den Facebook Nutzerzahlen für Deutschland. Dabei stellen wir im Bezug auf die Marktdurchdringung häufig eine Beziehung zur Einwohnerzahl Deutschlands her. Doch auch wir wissen, dass das Potenzial maximal so groß ist wie die Anzahl der Personen die in Deutschland über einen Online Zugang verfügen. Und das sind bei weitem keine 82 Millionen.
Wir haben in einem Diagramm einmal die Online-Nutzung und die Facebook Nutzung in den einzelnen Altersstufen aufgetragen:
Hier zeigt sich sehr schön, in welchen Bereichen Facebook bereits eine hohe Marktdurchdringung hat und in welchen noch Potenzial liegt. Haben wir bisher gerade für die SilverSurfer (Generation 50+) großes Potenzial gesehen, zeigt dieses Schaubild doch sehr gut, dass auch bei den Jüngeren ab 30+ noch viel Luft nach oben ist.
Wir werden die ARD / ZDF Onlinestudie nun regelmäßiger zu Rate ziehen, wenn wir die Nutzerzahlen für Deutschland ermitteln. Was denkt ihr, kann Facebook in der Altersgruppe 30+ noch zulegen oder ist hier das Interesse einfach zu gering?
Ein Mann aus dem Bundesstaat New York hat bei seinem zuständigen Bezirksgericht eine Klage gegen Facebook angestrengt. Nach eigenen Angaben will er im April 2003 einen Vertrag mit Zuckerberg über die Entwicklung und das Webdesign von “The Face Book” geschlossen haben. Dieser Vertrag sichere ihm eine Einmalzahlung von 1000$ so wie 50% der Anteile an der Webseite zu, so seine Aussage. Zusätzlich solle er für jeden Tag Verzögerung in der Veröffentlichung der Webseite nach dem 1. Januar 2004 einen weiteren Prozent Anteil erhalten.
Allfacebook.com hat folgenden Ausschnitt aus der Klageschrift veröffentlicht:
[...] for the purchase and design of a suitable website for the project Seller [Zuckerberg] has already initiated that is designed to offer the students of Harvard university [sic] access to a wesite [sic] similar to a live functioning yearbook with the working title of ‘The Face Book’.
Demnach ständen ihm 84% der Anteile an Facebook zu. Facebooks Anwälte versuchen nun die unrechtmäßige der Klage zu belegen und die Klage an ein Bundesgericht zu leiten. Eine der ersten Folgen aus der Klage ist jedoch, dass Facebook derzeit auf richterliche Anordnung keine Anteile an der Firma veräußern oder übertragen darf.
In der Vorbereitung für ein eigenes Social Games Produkt hat Werbevermarkter und Suchmaschinenbetreiber Google 100 bis 200 Millionen Dollar in den Social Gaming Anbieter Zynga investiert. Das berichten verschiedene US-Medien übereinstimmend.
Interessant ist dabei nicht nur, dass Zynga inzwischen mit allen großen Anbietern des Webs Kooperationsverträge geschlossen hat, sondern das mit Facebook und Google nun auch zwei (zukünftige) Konkurrenten im Spiel sind. So kämpfen Facebook und Google nicht nur um Page-Impressions, sondern auch um Budgets für Werbeanzeigen und bei der aktuellen Entwicklung der Facebook Suche sicher auch um Suchmaschinen-Nutzer.
Allein im letzten Jahr soll Zynga rund eine halbe Milliarde US Dollar an Venture Capital eingeworben haben. Allein in den ersten 6 Monaten 2010 soll die Firma 350 Millionen umgesetzt haben, die Hälfte davon ist wohl Gewinn. Für 2011 werden 1 Milliarde Dollar Umsatz angepeilt.