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Übersicht zu den neuen Facebook Privacy Einstellungen

Mark Zuckerberg hat gestern selbst die neuen Funktionen und Ansätze zur Privatsphäre in Facebook vorgestellt. Die größte Änderung ist ein überarbeitetes und einfacheres Interface zur Verwaltung der eigenen Einstellungen. Facebook reagiert damit auf die anhaltende Kritik der Medien und Nutzer. Die Einstellung waren zum einen per se zu öffentlich und zum anderen für den Großteil der Nutzer zu schwer zu bedienen. Eine von Facebook erstellte Erklärung der neuen Einstellungen für die Nutzer findet sich hier, wir wollen diese nur kurz beleuchten: [More]

Facebook Privacy Überblick (Quelle: NY Times)

Die von der deutschen und internationalen Presse weiter vorangetriebene Kritik am Datenschutz innerhalb von Facebook hält weiter an. Wir haben zum inzwischen schon etwas leidigen Thema Facebook Privacy auch schon einige Beiträge verfasst.  In einem Bericht vom 12. Mai hat die NY Times das Thema aufgegriffen und die Facebook Privatsphäre Einstellungen in einer Übersicht zusammengefasst. Wie wir auch schon erwähnt haben mangelt es in Facebook nicht an irgendwelchen Datenschutzeinstellung, genau dieses Thema wird in vielen Pressemeldungen dann leider auch verschwiegen. Wer sich Schützen will kann extrem genau bestimmen welche Daten sichtbar sind und welche nicht. Das große Problem dabei: Wer sich schützen will muss sich durch über 50 Einstellungen mit über 170 Optionen quälen. Die Privacy Policy von Facebook umfasst 5830 Wörter und ist damit fast genauso lang wie Privacy Policy von Twitter, Flickr, Friendster und Myspace zusammen.

FAcebook Privacy Policy (Quelle: NY Times)

Ein Ausschnitt aus der NY Times Meldung:

As a result, the company has come under a blitz from privacy groups, government officials and its own users, who complain that the new policy is bewildering and the new opt-out settings too time-consuming to figure out and use.

“There are always trade-offs between providing comprehensive and precise granular controls and offering simple tools that may be broad and blunt,” said Elliot Schrage, vice president for public policy at Facebook. “We have tried to offer the most comprehensive and detailed controls and comprehensive and detailed information about them.”

The new opt-out settings certainly are complex. Facebook users who hope to make their personal information private should be prepared to spend a lot of time pressing a lot of buttons. To opt out of full disclosure of most information, it is necessary to click through more than 50 privacy buttons, which then require choosing among a total of more than 170 options. (Weiterlesen)

Für Einsteiger empfiehlt sich auch der Leitfaden den Thomas Hutter veröffentlicht hat, auf 30 Seiten werden die Einstellungen im Detail beschrieben. Erfahrene Facebook Nutzer werden sich wohl auch so durch die Einstellungen hangeln können.

Wir hatten schon über die Datenweitergabe an Dritte in Facebook und auch den offenen Brief von Ministerin Aigner berichtet. Von der Presse wurden die Meldungen natürlich aufgefasst, aufgebauscht und teilweise sehr dramatisiert. Mit dem wachsenden Druck hat sich Facebook nun doch zu den Vorwürfen geäußert.  Sowohl in einem Blogpost als auch in einem Stern interview, hier ein paar Ausschnitte:

Stern Interview mit Richard Allan (Director of Policy):

[More]

Facebook hat zum zweiten mal den von TechCrunch verliehenen Preis “Best Startup or Product” gewonnen. Auch Marc Zuckerberg (Facebook Gründer) war beim Event anwesend und mit Michael Arrington (TechCrunch Gründer) über Facebook gesprochen:

ReadWriteWeb hat sich die mühe gemacht das Interview genauer zu analysieren und geht dabei besonders auf das Privacy Thema ein. Würde Marc Zuckerberg in der heutigen Zeit nochmals ein  Facebook bauen wäre dieses wohl noch offener und weniger auf Privatsphäre ausgelegt als nun. Die Nutzer hätten  sich daran gewöhnt mehr Informationen zu veröffentlichen und diese mit einem größeren Nutzerkreis zu teilen. Das letzte Privacy Update für alle 350 Millionen Nutzer war ein Schritt in die Richtung dieser neuen Sozialen Norm.  Der ReadWriteWeb Beitrag ist durchaus kritisch und lesenswert.

Mitschrift Zuckerbergs zum Thema Privacy im Interview:

“When I got started in my dorm room at Harvard, the question a lot of people asked was ‘why would I want to put any information on the Internet at all? Why would I want to have a website?

And then in the last 5 or 6 years, blogging has taken off in a huge way and all these different services that have people sharing all this information. People have really gotten comfortable not only sharing more information and different kinds, but more openly and with more people. That social norm is just something that has evolved over time.

We view it as our role in the system to constantly be innovating and be updating what our system is to reflect what the current social norms are.

A lot of companies would be trapped by the conventions and their legacies of what they’ve built, doing a privacy change – doing a privacy change for 350 million users is not the kind of thing that a lot of companies would do. But we viewed that as a really important thing, to always keep a beginner’s mind and what would we do if we were starting the company now and we decided that these would be the social norms now and we just went for it.” (Weiterlesen auf RWW)

Wir hatten über die neuen Privacy Einstellungen in Facebook bereits letzte Woche berichtet. Andere Medien & Blogs haben im laufe der Tage auch und teilweise durchaus kritisch über die Änderungen berichtet:

Facebooks neue Privatsphäre-Einstellungen

… Von Seiten des Unternehmens hieß es, man wolle Nutzern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre geben. Kritiker allerdings sehen in den neuen Optionen einen Versuch, Aktivitäten in dem Social Network sichtbarer zu machen und so den Traffic zu erhöhen. (Weiterlesen auf Netzpolitik.org …)

The Day Has Come: Facebook Pushes People to Go Public

… Information like your email address is recommended to remain limited to friends, but make no mistake about it – Facebook wants you to make the status messages you post visible to the entire internet. (Weiterlesen auf ReadWriteWeb.com .. )

Facebook’s New Privacy Changes: The Good, The Bad, and The Ugly

… The new changes are intended to simplify Facebook’s notoriously complex privacy settings and, in the words of today’s privacy announcement to all Facebook users, “give you more control of your information.” But do all of the changes really give Facebook users more control over their information? EFF took a close look at the changes to figure out which ones are for the better — and which ones are for the worse.

Our conclusion? These new “privacy” changes are clearly intended to push Facebook users to publicly share even more information than before. Even worse, the changes will actually reduce the amount of control that users have over some of their personal data. (Weiterlesen auf EFF.org…)

Why Facebook Changed Its Privacy Strategy

… Schnitt said “your understanding is basically correct,” but disagreed with the negative light I saw the change in. Becoming less private and more public is “a change just like it was a change in 2006 when Facebook became more than just people from colleges,” Schnitt told us. “Facebook is changing,” he said, “and so is the world changing and we are going to innovate to meet user requests.” Do you buy that? (Weiterlesen auf Readwriteweb.com …)

Mark Zuckerbergs Privatfotos offen im Netz

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg öffnet sich: Nach den massiven Protesten gegen die neuen Datenschutz-Einstellungen in seinem Social Network hat er viele Information über sich selbst zugänglich gemacht. Darunter viele Privatfotos – und die machen nun im Netz die Runde. (Weiterlesen auf Spiegel.de…)

Sicher (oder) unsicher – neue Facebook-Einstellungen

Facebook hat die angekündigten neuen Privatsphäre-Einstellungen veröffentlicht. Diejenigen, die Facebook nutzen, wurden entsprechend mit einem Pop-up darauf hingewiesen und aufgefordert die persönlichen Einstellungen zu aktualisieren. (Weiterlesen auf Ichimnetz.de … )

Studie: Facebook-Nutzer geben Daten freiwillig preis

Passend zum Thema Datenschutz & Privacy noch eine Studie:

Fast die Hälfte akzeptiert Fremde blind als Follower. Anschließend sind die E-Mail-Adresse und in 89 Prozent der Fälle das Geburtsdatum einsehbar. Viele verraten auch Arbeits- und Wohnort beziehungsweise Schule. (Weiterlesen auf Zdnet.de …)

Die Daten stammen aus eine Studie von Sophos in Australien, Details sind in dem Beitrag “Sophos Australia Facebook ID probe 2009″ verfügbar. Die Ergebnisse können durchaus kontrovers diskutiert werden, weiß der Durchschnittsnutzer überhaupt was da für Daten verfügbar gemacht werden? Wohl eher nicht…